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Buchtipps - Roman

Heinz Stunk hat einen Liebensroman geschrieben. Zumindest sagt er das selber über sein neuestes Buch "Es ist immer so schön mit dir". Ich finde, dass es viel mehr ist, als die alte Geschichte von zwei Menschen, die sich kennenlernen und schnell merken, dass sie füreinander bestimmt sind.

Der Bethches-Hof ist einer der größten Bauernhöfe in einem typisch hessischen Fachwerkdorf. „Alle alten Höfe hatten einen Namen. Er ging auf die Vorfahren zurück, auf deren Namen, Berufe oder Eigenschaften. Der Hausname war wichtiger als der amtliche Nachname. Denn er gab allen Auskunft darüber, wer man war. Aber viel mehr noch sagte er einem, wie man zu sein hatte. Der Bethches-Hof verdankte seinen Namen den Frauen.“ Seit Generationen hießen die Frauen Elisabeth, genannt Lisbeth, so kam der Hof zu seinem Namen.

Die deutsche Wolfsforscherin Kaya macht sich auf den Weg in die schottischen Highlands, um ihren Traumjob anzutreten.  Für den Milliardär Alistair MacKinley soll sie auf seinem weitläufigen Anwesen Wölfe auswildern. Kaya ist Feuer und Flamme, liegen ihr doch die Wölfe seit jeher am Herzen. Doch natürlich stößt der Plan auf den erbittersten Widerstand der Bevölkerung, und das sind nicht die einzigen Probleme, mit denen sie zu kämpfen hat...

Vor 15 Jahren hat Toni überstürzt den elterlichen Ferienhof in der Nähe von Sankt-Peter-Ording verlassen und war seit dem nur noch sporadisch zu Hause. Sie reist in der Welt umher und verdient sich ihr Geld als Surflehrerin. Doch ein Anruf ihres Vaters und ein glimpflich verlaufener Unfall in Costa Rica bringen sie zum Nachdenken und so kehrt sie spontan in ihre nordfriesische Heimat zurück.

Der Roman spielt auf der Insel Juist und spannt einen Bogen von der Zeit vorm zweiten Weltkrieg (die „Schule am Meer“ spielt anfangs eine wichtige Rolle) bis in die heutige Zeit. Er erzählt von der angesehenen Hoteliersfamilie Kießling und ihrem Hotel de Tiden, vor allem aber von den Frauen der Familie und ihren Geheimnissen! Ein spannender Familienroman mit Inselflair! (Sonja)

Harmonie ist 26 und hat das Tourette-Syndrom. Ihre unkontrollierten Bewegungen und unflätigen Bemerkungen machen ihr das Leben oft zur Hölle. Und Harmonie benötigt dringend einen Job! Fleur ist 76, übergewichtig, leidet unter Panikattacken und meidet soziale Kontakte. Für ihren ebenfalls übergewichtigen Mops Mylord, ihren einzigen Vertrauten, braucht sie einen Hundesitter.

Merry arbeitet viel und kümmert sich zuhause um ihre MS kranke Mutter und ihren kleinen Bruder, der das Down-Syndrom hat. Ihr Vater ist beruflich viel unterwegs. Merry ist gestresst. Der Job in ihrer Firma ist unsicher und der unsympathische Junior-Chef ist ständig unzufrieden mit ihr.  

Anna führt mit ihrer Familie ein privilegiertes Leben in der New Yorker Upper West Side. Die Gemeinschaft in ihrer Straße ist fest zusammengefügt, die Hausbesitzer sind weiß, die Angestellten und Handwerker kommen aus Mittel-oder Südamerika, es gibt Regeln und Rituale, man achtet aufeinander. Bis ein Zwischenfall das ganze Gefüge ins Wanken bringt. Und nicht nur Anna ist gezwungen, bisher fest verankerte Gewohnheiten und Überzeugungen zu überdenken!

Wir begleiten die bekannte mexikanische Künstlerin Frida Kahlo in diesem Roman nur eine kurze Zeit, 1938/1939, in der sie nach New York und Paris reist, in der Hoffnung, mit ihren Ausstellungen dort viele Menschen zu erreichen. Und obwohl es nur ein so kurzer Zeitraum ist, taucht man tief ein in diesen faszinierenden Kosmos der außergewöhnlichen Künstlerin und will, nachdem man das Buch beendet hat, noch viel mehr über sie, ihr Leben und ihre Bilder erfahren. Ein Bildband mit ihren Werken steht auf jeden Fall schon auf meiner Wunschliste! (Sonja)

England, Ende des 19. Jahrhunderts Der Fluss, die Themse, spielt in diesem absolut atmosphärischen Roman die zentrale Rolle, ihm entlang entspannt sich die Geschichte um eines kleinen Mädchen, das eines nachts scheinbar tot aus dem Fluss gezogen wird. Wer ist dieses Mädchen? Verschiedene Leute scheinen sie zu kennen, jeder sieht in ihr eine andere Person. Und alles nimmt seinen Anfang und sein Ende am Fluss... (Sonja)